KI für Praxen und Therapie
Arzt- und Zahnarztpraxen, Physiotherapie, Psychotherapie, Heilpraktiker, Pflege: Website, Bewertungen und Verwaltung mit KI – und die Schweigepflicht, die hier vor allem anderen kommt.
Wo KI dir am meisten bringt
In Praxen ist die Verwaltung riesig und die Zeit knapp. Claude kann viel davon leichter machen: Texte für die Website, Antworten auf Bewertungen, Aushänge, Formulare, Briefe an Kassen und Behörden verstehen. Aber nie mit Patientendaten im normalen Chat. Die Schweigepflicht gilt auch gegenüber einer KI.
Die größten Hebel:
- Google-Bewertungen beantworten, ohne zu bestätigen, dass jemand Patient war – mit dem strengen Schweigepflicht-Modus.
- Eine Website, die Leistungen, Ablauf und Anfahrt klar erklärt.
- Allgemeine Texte: Aushänge, Infoblätter, Urlaubsvertretung, Stellenanzeigen.
Achtung in deiner Branche
- Keine Patientendaten in Claude – weder Namen noch Befunde noch „die Patientin von heute Morgen“. Gesundheitsdaten sind besonders geschützt (Art. 9 DSGVO), und die Schweigepflicht gilt (§ 203 StGB). Für Abläufe mit Patientendaten brauchst du zugelassene Praxissoftware und Verträge, keinen Chat.
- Antworten auf Bewertungen dürfen nicht einmal bestätigen, dass jemand bei dir war. 2024 gab es in Hessen Bußgelder gegen Praxen, die in Antworten Patientendaten verraten hatten.
- Werbung für Behandlungen ist eingeschränkt (Heilmittelwerbegesetz, Berufsordnung). Website-Texte lässt du im Zweifel von deiner Kammer prüfen.
- Ein Website-Chatbot beantwortet nur Allgemeines (Öffnungszeiten, Anfahrt, Ablauf) – nie Fragen zu Beschwerden oder Behandlungen.
Diese Baupläne passen
Google-Bewertungen beantworten
Für jeden Betrieb mit Google-Eintrag – vom Café über den Handwerker bis zur Praxis: auf jede Bewertung eine gute Antwort in deinem Ton, in Minuten, geprüft von einem Antwort-TÜV, der Nachnamen, Auftragsnummern, Drohungen und bei Praxen und Kanzleien jede Verletzung der Schweigepflicht findet. Dazu: fair um Bewertungen bitten und Fakes richtig melden.
Website-Umbau
Aus deiner alten Website wird eine moderne – oder du baust deine erste. Fünf fertige Stile, ehrlich erklärt, was Claude allein schafft und wofür du Fotos, Videos oder eine Bild-KI brauchst, und ein Website-TÜV, der vor dem Online-Gehen die typischen rechtlichen Stolpersteine findet.
Pro und Contra
Pro:
- Verwaltung und Texte gehen schneller – ohne Patientendaten.
- Bewertungen werden sicher beantwortet, mit strengem Modus.
- Website und Aushänge wirken klar und professionell.
Contra:
- Alles mit Patientendaten bleibt außen vor.
- Werbe- und Berufsrecht musst du selbst im Blick behalten.
- Für Baupläne brauchst du Claude Pro und Claude Code.
Was es kostet
Die Bausteine gehen meist schon mit dem kostenlosen Claude. Für die Baupläne brauchst du Claude Pro mit Claude Code – etwa 20 $ im Monat, in Euro mit Mehrwertsteuer etwas mehr (Lektion 1.6). Die Baupläne selbst kosten nichts extra; wo doch (Website-Chatbot: Cent-Beträge für die API), steht es dabei.
Wohin gehen deine Daten
Was du Claude zeigst, geht zur Verarbeitung an Anthropic. Daten deiner Kunden, Gäste, Patienten oder Mieter gibst du nur hinein, wenn es nötig ist und du darfst – sonst mit dem Platzhalter-Trick aus Lektion 1.7 („Kunde 1“ statt Name). Für regelmäßige Arbeit mit Kundendaten im Betrieb: ein Abo mit Auftragsverarbeitungsvertrag prüfen (Team-Abo, Lektion 1.6). Das ist keine Rechtsberatung.
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Die Schritt-für-Schritt-Anleitung, die Vorlagen zum Kopieren, die Hilfe „Wenn es hakt“ und die getesteten Baupläne zum Herunterladen gibt es im AWA Campus – für 19 € im Monat oder 179 € im Jahr, monatlich kündbar.